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Bei einer öffentlichen Veranstaltung in Domodossola standen Arbeitsplätze, Logistik und die Zukunft des Terminals im Mittelpunkt

 

 

DOMODOSSOLA - 15-6-2026 -- Politik und RFI stehen nach Ansicht der Organisatoren im Mittelpunkt der Diskussion um die aktuelle Krise des Güterterminals Domo 2. Dies ging aus einer öffentlichen Veranstaltung hervor, die von der Territorialgruppe des Movimento 5 Stelle (M5S) im VCO organisiert wurde und sich mit den wirtschaftlichen, ökologischen und beschäftigungspolitischen Perspektiven des Standorts befasste.

Der Abend wurde vom Journalisten Roberto Bioglio moderiert und brachte Vertreter des Movimento 5 Stelle auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene sowie Gewerkschaftsvertreter und Mitglieder weiterer territorialer Gruppen des M5S zusammen.

Im Mittelpunkt stand die Zukunft des Güterbahnhofs von Domodossola und die in den vergangenen Monaten bekannt gewordenen Beschäftigungsprobleme im Zusammenhang mit dem Standort.

Der Europaabgeordnete Gaetano Pedullà erklärte, dass europäische Finanzmittel für die Wiederbelebung von Domo 2 grundsätzlich vorhanden seien. Zugleich kritisierte er die derzeitigen Prioritäten der Europäischen Union. „Die europäischen Mittel für den Neustart von Domo 2 sind vorhanden, doch die aktuelle europäische Politik unter Ursula von der Leyen lenkt diese zunehmend in Richtung Aufrüstung um“, sagte Pedullà. Er sprach sich zudem für eine stärkere Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene aus.

Auch der Abgeordnete Antonino Iaria, Mitglied der Kommission für Verkehr und Telekommunikation der italienischen Abgeordnetenkammer, übte Kritik. „Während private Logistikunternehmen kontinuierlich in Technologie und Infrastruktur investieren, bleibt RFI auf der Stelle stehen“, erklärte er. Zudem stellte er die Prioritäten der nationalen Infrastrukturpolitik infrage.

Der Regionalrat Alberto Unia erinnerte an eine bereits im Februar eingereichte Anfrage an die Region Piemont zur Situation des Terminals. „Wir warten noch immer auf eine Antwort der Region Piemont“, erklärte er mit Blick auf mögliche Maßnahmen gegen angekündigte Entlassungen, Kurzarbeit und Verlagerungen von Unternehmensaktivitäten.

Besorgt äußerten sich auch Vertreter der Gewerkschaften ORSA Trasporti und FILT-CGIL. Nach ihren Angaben seien die vor der Pandemie angekündigten Investitions- und Wachstumspläne inzwischen deutlich reduziert worden. Gleichzeitig gehe die Zahl qualifizierter Arbeitsplätze zurück, während stärker automatisierte Logistikmodelle mit geringerem Personalbedarf an Bedeutung gewännen.

Während der Diskussion wurde außerdem über die Rolle des Logistikkorridors Genua–Rotterdam gesprochen. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehört die mögliche Ausweitung der Sonderlogistikzone des Hafens von Genua auf das Gebiet von Domo 2, um neue wirtschaftliche Entwicklungschancen zu schaffen.

Die Organisatoren wiesen zudem auf die Abwesenheit mehrerer lokaler Institutionen hin, darunter Vertreter der Provinz Verbano-Cusio-Ossola und regionale Mandatsträger des Ossolatals. Dies wurde als Zeichen eines mangelnden politischen Interesses an einem Standort gewertet, der in der Vergangenheit bis zu 250 Menschen Beschäftigung geboten hatte.

Zum Abschluss kündigte die Territorialgruppe des Movimento 5 Stelle VCO an, die Entwicklung der Situation weiter zu verfolgen und weitere öffentliche Diskussionsveranstaltungen zur Zukunft von Domo 2 zu organisieren.