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RIEDERALP--  In dieser schwierigen Zeit soll man sich auch etwas Gutes tun. Oben auf der autofreien Riederalp, so das Reiseziel, findet man sich in einer anderen Welt; ohne viele Menschen, in der Natur und absoluter Sicherheit.

Mit dem offenen Sessellift erreicht man in 10 Minuten die Moosfluh auf 2333 müM. Dort überrascht eine wundervolle Sicht auf gute 40 Berggipfel mit mehr als 4000 m: vom Cervino über die Mischabel- bis zur Jungfraugruppe von wo her der der riesige Eissstrom des Aletschgletschers ins Tal hinunter zu fliessen scheint. Der immer gute gepfadete Schneewanderweg geht dann auch dem Berggrat hoch über dem Gletscher entlang. Eine unglaubliche Aussicht und Stille. Der Weg führt leicht abfallend bis zur Riederfurka, die man in einer bequemen Stunde erreicht.

Etwas weiter unten entdeckt man eine veritable englische Villa aus der Zeit um 1900: sie wurde vom reichen Engländer Sir Ernest Cassel, Finanzberater des englischen Königs Eduard VII als Kur- und Gästehaus gebaut. Hier verkehrte die wichtigsten Politiker der europäischen Mächte, natürlich auch aus Italien. Winston Churchil war sogar mehrmals hier. Seit 1976 ist hier das Naturschutzzentrum von ProNatura aktiv.

Von der Riederfurka führt der Weg in einigen Kehren bequem zur Luftseilbahn Riederalp zurück.

Für den ganzen, wunderbaren Weg von rund 4,6 km Länge muss man etwa 1 ½ Stunden Wanderzeit einrechnen: nur über 40 Meter gilt es bergauf zu laufen, für den Rest ist der Weg langsam talwärts führend. Wichtig ist, dass man mit guten Schneeschuhen ausgerüstet ist und sich gut gegen eventuelle Kälte schützt. Aber auch der Sonnenschutz darf nicht vergessen werden. Die Wallisersonne ist stark – besonders bei Wanderungen im Schnee. Die Riederalpbahnen erreicht man mit dem Postauto von Brig aus.

Eine aussergewöhnliche Tagesfahrt, warum auch nicht mit den Kindern?

Für Informationen: www.aletscharena.ch, besonders nach grösseren Schneefällen um sicher zu sein, dass der Weg gepfadet ist.

Walter Finkbohner