1

  • Villadossola feiert den Karneval 2026 mit Tradition und nordischem Flair

    Villadossola feiert den Karneval 2026 mit Tradition und nordischem Flair

  • Anzino und das erste Wunder des heiligen Antonius – ein altes Pilgerziel im Piemont

    Anzino und das erste Wunder des heiligen Antonius – ein altes Pilgerziel im Piemont

  • In Orta kehrt die Tabarrata zurück – Mantel, Legende und Gemeinschaft

    In Orta kehrt die Tabarrata zurück – Mantel, Legende und Gemeinschaft

  • Unternehmen im VCO 2025: leichter Rückgang, Tourismus und Dienste wachsen

    Unternehmen im VCO 2025: leichter Rückgang, Tourismus und Dienste wachsen

  • Karneval Domodossola 2026: Zusammenarbeit mit dem Wallis erneuert

    Karneval Domodossola 2026: Zusammenarbeit mit dem Wallis erneuert

  • Verbano 26: 200 Jahre Schifffahrt auf dem Lago Maggiore

    Verbano 26: 200 Jahre Schifffahrt auf dem Lago Maggiore

  • Am Simplon:  «Caffé» im Süden, «Kaffee crème» im Norden

    Am Simplon: «Caffé» im Süden, «Kaffee crème» im Norden

  • Ein Asteroid namens Andrea Accomazzo: Von der Ossola in den Weltraum

    Ein Asteroid namens Andrea Accomazzo: Von der Ossola in den Weltraum

  • CargoBeamer eröffnet neue Strecke Lüttich–Domodossola

    CargoBeamer eröffnet neue Strecke Lüttich–Domodossola

  • Olympische Flamme macht Station im Verbano Cusio Ossola

    Olympische Flamme macht Station im Verbano Cusio Ossola

  • Domodossola–Arona–Mailand: erneutes Bahnchaos wegen Arbeiten in Gallarate

    Domodossola–Arona–Mailand: erneutes Bahnchaos wegen Arbeiten in Gallarate

  • Krippen auf dem Wasser in Crodo: Letzte Tage der elften Ausgabe

    Krippen auf dem Wasser in Crodo: Letzte Tage der elften Ausgabe

patate vallese

In wettermässig normalen Jahren können die Schweizer Bauern bis 90%

des Eigenbedarfs des ganzen Landes abdecken. In den letzten vier Jahren hingegen haben die Kapriolen des Wetters -zu trocken oder dann wieder zu nass- die Ernten

beeinträchtigt, sodass bis 30% des jährlichen Bedarfs aus anderen Gegenden

der Welt importiert werden muss.

Dies ist bedauerlich, denn der Schweizer isst im Jahre 45 Kilogramm Kartoffeln

als Beilage zu den verschiedensten Gerichten. Ein wichtiges Produkt sind auch die

«Pommes Chips», welche sich zu Aperitifs eignen. Sie seien 1854 zum ersten Male in den USA serviert worden, weil sich der berühmt Multimillionär Vanderbilt über zu dicke Kartoffelscheiben beschwert hatte und der Koch kurzerhand feine Scheiben schnitt und sie im Oel knusprig briet.

Aber wenden wir uns den hervorragenden im Wallis geernteten Kartoffel zu: Sie werden

sehr gerne zur Käsespezialität «Raclette» serviert und schmecken gerade im Sommer als kleine, neue Kartoffeln herrlich. Gegen die kälteren Tage im Herbst wird die vom Goms herstammende «Cholera» zubereitet, welche nichts anderes als ein feiner Kartoffelkuchen mit Apfelschnitzen, Lauch und anderen Gemüsen ist, der in einer Blätterteigform heiss serviert wird. Salz und Pfeffer dürfen natürlich nicht fehlen.

Dazu trinkt man einen trockenen Weisswein aus dem Wallis.

Interessant sind auch zwei Walliser Kartoffelsorten, welche von «Specie rara» neu entdeckt und angebaut werden: Die «Fläckler» aus der Südhalde oberhalb der Rhone bei Ausserberg und die «weisse Lötschentaler Kartoffel» aus dem gleichnamigen Tal. Beide Kartoffelsorten gedeihen in höheren Lagen (rund 1000 müM) und haben die Gunst von Feinschmeckern gefunden.

Walter Finkbohner