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CargoBeamer stärkt seine Präsenz im alpenquerenden Güterverkehr mit der Eröffnung einer neuen Bahnverbindung zwischen Lüttich in Belgien und Domodossola in Italien. Die neue Linie markiert zum einen den Eintritt des Unternehmens in den belgischen Markt und stellt zum anderen eine konkrete Antwort auf die vorzeitige Schließung der Rollenden Landstraße zwischen Deutschland und Italien dar, die bereits im vergangenen Dezember und damit Jahre früher als geplant eingestellt wurde.

Die neue Relation entsteht in einer entscheidenden Phase für den europäischen kombinierten Verkehr, der durch den Wegfall erheblicher Kapazitäten für nicht kranbare Sattelauflieger im Alpenverkehr geprägt ist. Ein Teil der früher über die Rola abgewickelten Volumina kann nun von CargoBeamer übernommen und auf den skalierbaren, unbegleiteten intermodalen Verkehr verlagert werden.

Die Verbindung Lüttich–Domodossola startet mit drei wöchentlichen Umläufen. Im zweiten Quartal soll die Frequenz auf sechs Verbindungen pro Woche erhöht und die Linie bis nach Norditalien verlängert werden. Der Service ist für alle gängigen Ladeeinheiten ausgelegt, darunter Sattelauflieger mit und ohne Kran, Kühlauflieger, ADR- und Tank­einheiten, Container, Wechselbehälter sowie Spezialequipment.

Die Traktion auf der Strecke übernimmt BLS Cargo. In Belgien wird das intermodale Terminal in Lüttich genutzt, während in Italien der Umschlag über das Terminal von DB Cargo Transa/FLS in Domodossola erfolgt. Aus ökologischer Sicht ermöglicht die neue Bahnverbindung eine CO₂-Einsparung von rund 86 Prozent pro Sendung im Vergleich zum Straßentransport mit Diesel-Lkw.

Mit der neuen Relation erweitert CargoBeamer sein Angebot auf dem Korridor zwischen Rhein und Mittelmeer auf drei Verbindungen mit insgesamt mehr als 50 Zügen pro Woche. Ein wichtiger Schritt in einer Phase tiefgreifender Veränderungen des transalpinen Güterverkehrs, in der die Schiene zunehmend gefordert ist, die Lücke zu schließen, die durch das Ende der Rollenden Landstraße entstanden ist, und den Logistikakteuren nachhaltige Alternativen anzubieten.