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ANZINO - 3-2-2026 -- Im kleinen Dorf Anzino im Anzasca-Tal wird seit dem Jahr 1669 ein besonderes Fest zu Ehren des heiligen Antonius von Padua gefeiert. Es erinnert an das erste ihm zugeschriebene Wunder und ist auch als „Domenica del Giglio“ bekannt. Bis heute zieht diese Tradition Gläubige und Besucher aus dem gesamten oberen Piemont an und macht Anzino zu einem der ältesten Antonius-Wallfahrtsorte der Region.

Der Ort gilt als spirituelles Zentrum der Antonius-Verehrung im oberen Piemont und pflegt seit den 1980er-Jahren eine enge Verbindung zur Päpstlichen Basilika des heiligen Antonius in Padua. Diese besondere Beziehung wird jedes Jahr anlässlich des Festes erneuert.

Im Rahmen der Feierlichkeiten werden regelmäßig bedeutende Reliquien gezeigt. In diesem Jahr standen sie zudem im Zeichen des 800. Todestages des heiligen Franz von Assisi, was die historische und geistige Verbindung zwischen den franziskanischen Heiligtümern unterstrich.

Neben den liturgischen Momenten prägen gemeinschaftliche Begegnungen und feierliche Prozessionen mit der Statue des heiligen Antonius das Fest und geben Besuchern einen Einblick in lebendige Volksfrömmigkeit und jahrhundertealte Bräuche eines alpinen Bergdorfes.

Ein weiterer traditionsreicher Termin ist die „Festa della Lingua“ im Februar. Sie erinnert an die Entdeckung der unversehrten Zunge des heiligen Antonius durch den heiligen Bonaventura – eine Reliquie, die bis heute in Padua verehrt wird. Auch in Anzino wird dieses Ereignis mit einer feierlichen Messe begangen und rundet den religiösen Jahreskreis des kleinen, aber bedeutenden Wallfahrtsortes ab.

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