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BAAR - 11-5-2026 -- Der Schwerverkehr am Simplon nimmt weiter zu und sorgt für wachsende Besorgnis über Umwelt- und Sicherheitsprobleme in den Alpenregionen. Alarm schlägt die Schweizer Organisation Pro Alps, die sich für den Schutz der Alpen einsetzt und bei ihrer Jahresversammlung die Verkehrsdaten für das Jahr 2025 vorgestellt hat.
Dem Bericht zufolge stieg die Zahl der Lastwagenfahrten im Simplongebiet im Vergleich zum Vorjahr um 13,8 Prozent. Besonders kritisch sei diese Entwicklung, da über diese Achse auch Gefahrengüter transportiert werden. Insgesamt passierten rund 960.000 Lastwagen die Schweizer Alpen – deutlich mehr als die gesetzlich festgelegte Obergrenze von 650.000 Fahrten pro Jahr.
Gleichzeitig geht der Gütertransport auf der Schiene weiter zurück: Der Bahnanteil sank auf 68,6 Prozent und erreichte damit den tiefsten Stand der letzten zehn Jahre. Pro Alps spricht von einem echten Notstand beim alpenquerenden Güterverkehr und fordert vom Bundesrat und vom Parlament konkrete Maßnahmen zur Förderung der Bahn und zur Reduzierung des Straßengüterverkehrs.
Die Organisation weist zudem auf die Folgen für die Lebensqualität in den Alpenregionen hin, die zunehmend unter Verkehr und Staus leiden – sowohl durch den Güterverkehr als auch durch den Tourismus.

