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DOMODOSSOLA-23-12-2021--Vorweihnachtszeit vor 59 Jahren in den Alpen: grosse Schneefälle und Lawinengefahr führte zur Schliessung der Gotthardbahn von Zürich nach Italien. Aber in der Schweiz und Deutschland warteten über 150'000 italienische Arbeiter sehnsüchtig darauf nach Hause in Nord- oder Süditalien zurückkehren zu können: “Natale in famiglia”. 98 Extrazüge waren geplant, die Strassen waren keine Alternative, auch sie war gesperrt.

Die damals noch einspurige Bern-Lötschberg-Simplonbahn (BLS) bis Brig
und die «Simplon Linie SBB» sprangen ein und machten das Unmögliche möglich: 62 Extrazüge mit jeweils über 1000 vom Heimweh geplagte Italiener wurden auf die Reise durch die Bahnhöfe Brig und Domodossola um geplant, dies in einem Zeitraum von weniger als zwei Tagen und Nächten. Zu diesem Grossverkehr kamen noch weitere 24 Extrazügen für Skitouristen von Paris nach dem Wallis.
Zeitzeugen berichten, dass die hoch über dem Rhonetal führende Lötschberglinie von den vielen beleuchtenden Zügen hell durch die Nächte strahlte. In Brig verliess alle 5 Minuten ein Zug den Bahnhof: es gab mehr Verkehr als heute in einem Flughafen.

Die damaligen Eisenbahner hatten grenzüberschreitend eine grossartige Leistung geschaffen: alle Züge trafen mit ihren Passagieren noch vor Weihnachten zu Hause ein. Bis hinunter nach Apulien, Kalabrien und Sizilien: «Buona natale».

Walter Finkbohner

 

Fotos: Die verschneite, noch einspurige Lötschberglinie wurde von Eisenbahn-Ingenieur Hans Schneeberger fotografiert. Auch wenn er in der Direktion arbeitete, führte era m 21./22. Dezember 1962 Züge durch die Alpen bis nach Domodossola.
Italienische Gastarbeiter im Sonntagskleid, bereit zur Abreise nach Hause.

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