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DOMODOSSOLA - 13-12-2025 -- Das Piemont bestätigt seine zentrale Rolle im Programm Interreg Italien–Schweiz zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. In der jüngsten Ausschreibungsrunde 2025 wurden von insgesamt 74 eingereichten Projekten 57 in die Rangliste aufgenommen, darunter 16 mit piemontesischer Beteiligung. Neun dieser Projekte wurden bereits in einem ersten Schritt finanziert.

Die Ergebnisse gehen aus der Sitzung des Begleitausschusses hervor, die am 10. und 11. Dezember in Mals im Vinschgau stattfand und die eingereichten Projektvorschläge bewertete.

Auch das Gebiet des Verbano-Cusio-Ossola ist beteiligt. Zu den ausgewählten Vorhaben zählt das Projekt Simplon 2050, das auf eine Stärkung der Eisenbahnverbindung im nördlichen Piemont durch eine enge Zusammenarbeit zwischen italienischen und schweizerischen Partnern abzielt. Das Projekt ist dem Schwerpunkt „Governance“ zugeordnet und verfolgt das Ziel, Entwicklungsstrategien in den Grenzregionen besser aufeinander abzustimmen.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren sind gemeinsame Arbeitsgruppen, technische und wirtschaftliche Analysen sowie Bewertungen zentraler infrastruktureller Schwachstellen vorgesehen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Spiraltunnel von Varzo und der Simplonstraße, die eine Schlüsselrolle für den Bahn- und Straßenverkehr zwischen Italien und der Schweiz spielen. Ziel ist es, eine gemeinsam getragene Vereinbarung auszuarbeiten, die auf nationaler Ebene in Rom und Bern eingebracht werden soll.

Ebenfalls im VCO angesiedelt ist das Projekt Via Stockalper, das die Fertigstellung des historischen Wanderwegs zwischen Iselle und Paglino di Trasquera vorsieht. Ein weiterer Eingriff ist in der Gemeinde Crevoladossola geplant, um die vollständige Nutzbarkeit und touristische Aufwertung der gesamten Route zu ermöglichen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Regionen in der Lage sind, tragfähige und konkrete grenzüberschreitende Projekte zu entwickeln“, erklärte der Unterstaatssekretär der Region Piemont, Alberto Preioni.

Die Interreg-Projekte decken unterschiedliche Bereiche ab – von Verkehr über Tourismus bis hin zu Umwelt und Dienstleistungen – und stellen ein wichtiges Instrument dar, um die Herausforderungen der Grenz- und Berggebiete gemeinsam anzugehen.