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lira

LUGANO-20-04-2018-Der Erbonkel in Amerika (im vorliegenden Fall der Grossvater in der Schweiz), der einem das Leben ändert, ist ein Stück weit der Traum von jedermann. Einer, der sich kaum je realisiert, ausser für einen Italiener mit Wohnsitz in Rom - wenn auch nur für kurze Zeit. Im Sommer letzten Jahres hatte er erfahren, dass ihm der einst in die Schweiz ausgewanderte Grossvater nach einem Leben als Unternehmer eine schöne Stange Geld vermacht hatte, das im Schliessfach einer Bank in Lugano lagerte. Dort durfte er das Schliessfach öffnen und fand dort drei Milliarden Lire Bargeld vor, was gut 1,5 Mio Euro entsprach. Weil die Lire im Jahr 2002 vom Euro abgelöst wurde und die alten Noten gemäss Gesetz nur noch zehn Jahre lang - also bis spätestens 2012 - umgetauscht werden konnten, hatten sie keinen Wert mehr. Angesichts des hohen Betrags ist der Erbe entschlossen, die Zehnjahresfrist anzufechten mit dem Bestreben, die Frist erst ab dem Zeitpunkt laufen zu lassen, wo jemand von der Existenz eines Lire-Betrags weiss.