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18-11-2023 -- Die Simplon/Lötschberg Strecke soll auch im  interkontinentalen Reise- und Güterverkehr wieder eine stärkere Rolle spielen. Dies war das Anliegen welche eine Delegation des Ossola -sowie des Piemonts-  dem italienischen Vizeminister Eduardo Rixi unter der Führung des regionalen Deputierten Alberto Preioni in der Hafenstadt Genua vortrug.

Im Vordergrund steht der Wunsch,  den Kehrtunnel von Varzo durch eine neue Tunnelstrecke zu ersetzen. Zum besseren Verständnis: Kehrtunnels wurden zu einer fernen Zeit gebaut als die Züge noch von Dampflokomotiven gezogen wurden. Der Zug fährt im Tunnel um seine eigene Achse und kann auf der damit verlängerten Strecke den Höhenunterschied überwinden. Das kostet Zeit und viel Energie.

Die moderne Technik  verlangt «flache Bahnen», wie zum Beispiel die Trans-Appenin- Strecke der  300 km schnellen «Frecce Rosse» zwischen Bologna und Florenz oder auch die schnellen oder schweren Züge in den Lötschberg-, Gotthardbasis und Monte Ceneri Tunnels.

Weitere Anliegen betrafen das Ausführen von dringenden Sanierungsarbeiten an der Simplon Strasse auf der Südseite bis zum Grenzübergang vor Gondo sowie die

Finanzierung der Reparaturarbeiten am Grossen Sankt Bernhard Tunnel, wiederum auf der italienischen Seite, um eine Schliessung des Tunnels zu verhindern.

Vizeminister Eduardo Rixi, welcher seine Dossiers bestens kennt,  steht den Anliegen positiv gegenüber und erwartet auch von der Schweiz ein Bekenntnis zur Wichtigkeit der Simplonachse sowie der Grossen Sankt Bernhard Strasse, damit sie innerhalb der vielen italienischen internen Ausbauwünschen eine internationale und damit hohe Priorität erhält

An der Sitzung in Genua war auch der Schweizerische Honorarkonsul in Genua, René Rais,  präsent, was die Dringlichkeit der Anliegen unterstrich.

Walter Finkbohner

Foto: WF