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Im Piemont sind bald Wahlen für das regionale Parlament und für dem regierenden Ausschuss: Erstaunlicherweise ist die Mobiliät (zurzeit) nur für wenige Kandidaten ein Thema, auch wenn den Familien in den Provinzen keine andere Möglichkeit besteht, als ihre täglichen Fahrten mit einem oder mehreren Autos zu unternehmen. Aber auch den Touristen stehen nur wenige bequeme Verbindungen zur Verfügung um mit Bahn und Bus in die Täler des Ossola und zum Langen- sowie Ortasee zu reisen.

Eine Bergreihe östlich des Val d’Ossola hingegen, im Tessiner «Valle Maggia» bietet der FART Bus vom frühen Morgen bis in den Abend hinein einen Halbstunden- und dann einen Stundentakt. Das tägliche Leben ohne eigenes Auto ist möglich, für die die es wollen.

Doch wenn man aus dem «Valle Maggia» in die innere Schweiz, nach Zürich, Basel oder Bern reisen möchte, dann muss man mit dem öffentlichen Verkehr und dem Auto einen Umweg von über 100 Kilometern über Locarno, Bellinzona machen.

Um dieses Problem zu lösen, hat die Tessiner Regierung zusammen mit den lokalen Körperschaften, eine Lösung erarbeitet, um das Tal auch in Richtung Norden aus der Isolation zu befreien. Zur Diskussion stand ein Strassentunnel in Richtung der Gotthardautobahn oder eine Luftseilbahn mit direktem Anschluss an die Gotthardbahn, immer im Leventina Tal.

Der Entscheid ist bereits vor einem Jahr gefallen. Man will in der Alpenwelt keinen neuen, teuren Autotunnel, der motorisieren Verkehr anzieht, sondern man setzt auf den Bau einer modernen Pendel-Luftseilbahn. Sie wird von zuhinterst im Maggiatal bei Fusio (1200 Meter über Meer) über 8,1 km zum Gotthard-Bahnhof Ambri-Piotta (1000 Meter über Meer) führen. Die beiden Gondeln bieten je 60 Fahrgästen Platz und benötigen für die Fahrt über die Berge nur 18 Minuten. Die Kosten für die Anlage werden ca. von 33 bis ca. 40 Millionen Franken betragen.

Die neue Verbindung wurde bereits in den Infrastruktur Richtplan des Kantons aufgenommen und zurzeit stehen 800'000 CHF für die Detailplanung der Luftseilbahn bereit.

Wichtig ist, dass die neue Bahn im schweizerischen öffentlichen Verkehr verankert ist und damit auch touristisch national und international einen hohen Wert haben wird. Mit ihr wird die Reise in den Ferienkanton Tessin eine neue Attraktion bieten, eine lautlose Luftseilbahn-Fahrt über eine unberührte Alpenlandschaft. Das Maggiatal wird damit zu einer begehrten Gegend, in welcher man gerne verweilt und arbeitet.

Die neue Kabinenbahn könnte bereits 2028 in Betrieb gehen.

Walter Finkbohner