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5-5-2025 -- Ab Dezember 2025 wird der Betrieb der Rollenden Autobahn (Rola) endgültig eingestellt. Über sechzig Jahre lang ermöglichte dieser Dienst den Transport von Lastwagen per Bahn über die Alpen – eine Entlastung für die Straßen und die Umwelt. Das Unternehmen RAlpin – im Besitz von BLS, Hupac und SBB Cargo – hat bekannt gegeben, dass der Betrieb drei Jahre früher als geplant beendet wird.

Die Gründe? Wachsende wirtschaftliche Herausforderungen, eine marode Bahninfrastruktur in Deutschland und sinkende Zuverlässigkeit des Dienstes. Bereits 2024 wurden rund 10 % der Züge gestrichen, was zu einem Defizit von über zwei Millionen Franken führte. Im ersten Quartal 2025 verschärfte sich die Lage weiter: Es verkehrten nur 794 Züge gegenüber 1.018 im Vorjahr.

Betroffen ist die Verbindung zwischen Freiburg im Breisgau (Deutschland) und Novara (Italien) über die Simplon-Linie – eine der strategischen Achsen des alpenquerenden Verkehrs. Die Schwächen im deutschen Bahnnetz beeinträchtigen dabei maßgeblich die Regelmäßigkeit des Dienstes.

Der Transport von Aufliegern bleibt bestehen, ganze Lastwagen samt Fahrer werden jedoch nicht mehr befördert. Der Dienst machte etwa 7 % des alpenquerenden kombinierten Schienengüterverkehrs aus. Nun droht eine Rückverlagerung auf die Straße mit erheblichen Auswirkungen auf die Alpenregion. Das Angebot umfasste jährlich rund 100.000 Plätze für den Lkw-Transport auf der Schiene – 2024 wurden etwa 72.000 genutzt. An den Terminals laden die Fahrer ihre Fahrzeuge auf Niederflurwagen und reisen im Begleitwagen mit.

Umweltschützer schlagen Alarm
Die Umweltorganisation Pro Alps warnt: Das Ende der Rola sei „ein harter Schlag für die Verlagerungspolitik von der Straße auf die Schiene“ und widerspreche dem Geist der Alpen-Initiative, die in der Schweiz angenommen wurde. Der Bundesrat müsse dringend eine Übergangsstrategie vorlegen, um eine Zunahme des Schwerverkehrs zu verhindern, und die frei werdenden Mittel gezielt in den Schienengüterverkehr investieren.

Photo: RAlpin SA