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SION - 6-10-2025 -- Das Lötschental lebte zu einem guten Teil vom Tourismus und will es auch in Zukunft tun. Für die Wertschöpfung sind übernachtenden Gäste sehr wichtig.

Lokale, private Körperschaften stellten sich die Frage, wie man in kurzer Zeit zahlbare neue Hotelbetten schaffen könnte. Was sich fast wie Wunder anhört, steht auf wirtschaftlichem, finanziellem und sicherem Boden. Dank visionären Bürgern, aus dem vom Steinschlag verwüsteten Blatten, wird für den Tourismus noch vor Weihnachten ein neues Hotel mit bis zu 75 Betten hoch oben auf der sicheren Lauchernalp zur Verfügung stehen. Alle Zimmer werden Dusche/WC haben und im Erdgeschoss hat es Platz für die Reception, einen Aufenthaltsraum und Einstellräume für die Skis- und Velos.

Zu Hilfe kam die in der Schweiz innovative Holzbau-Industrie, welche in den vergangenen Jahren ihre Leistungsfähigkeit bewiesen hat. «Gedacht, getan» war die Devise. Im Kanton Aargau wurde man bei einer Firma fündig, welche in der Lage ist ein dreistöckiges *** Hotel -mit hoher Isolierung inmitten des Hochgebirges- mit 19 Zimmern in nur 15 Tagen aufzustellen. Sogar die Badezimmer-Zellen sind so vorgefertigt, dass sie vor Ort eingebaut werden können. Dies gibt Arbeit für das lokale Gewerbe, das auch für den weiteren Innenausbau bereitsteht.

Als Standort für das provisorischen Hotel wurde eine geniale Lösung gefunden: Auf der Lauchernalp (2000 Metern über Meer) konnte gleich neben der Endstation der von der «Wiler-Postautostation» herkommenden Luftseilbahn ein Grundstück gefunden werden. Auch die notwendigen Strom- und Wasser Anschlüsse zum Betrieb des Hotels sind in nächster Nähe. Ideal ist auch, dass die Gäste sich im gediegenen Restaurant der Seilbahnstation verpflegen können, auf einen grosse Sonnenterrasse mit Blick auf die Berge inbegriffen.

Die Luftseilbahn Gesellschaft «Lauchernalp» stellt das Gelände gratis für die vorgesehenen 5 Jahre des Provisoriums zur Verfügung.

Das Projekt zeigt, dass man in der Not immer pragmatische Lösungen finden kann. Und die Kosten? Die Totalkosten werden auf wenig mehr als 4 Millionen Franken berechnet, wobei der Kanton Wallis eine Million «a fond perdu» beiträgt. Die notwendigen drei Millionen Franken werden von der Hotelkooperation «Die Lötschentaler» aufgebracht. Und, was geschieht nach den vorgesehenen fünf Jahren, bis im neuen Blatten selbst wieder Hotels eröffnet werden? Dann lässt sich das provisorische Haus in kurzer Zeit abbrechen und im Tal wieder aufbauen.  Es kann dann als «Jugendherberge», Touristen-Hotel oder auch Personalwohnheim verwendet werden. Eine lohnende Investition, die in einer schwierigen Zeit Tourismus generiert.

Walter Finkbohner